Sonntag, 30. Juni 2019

Reiseleitung vom 24. bis 27.06.2019




Montag, 24.06.2019

Im Zeitraum vom 24.06. bis 27.06.2019 war ich als Reiseleiter für Richter Reisen aus Lugau tätig. Für mich war das wie eine Reise in die vergangenheit. Die meisten Gäste stammen aus Sachsen, genauer aus dem Raum Stollberg-Lugau-Oelsnitz. In dieser Gegend bin ich groß geworden. Eine Teilnehmerin der Reise kannte mich schon als ich ein Kind war.
Die Gäste waren alle im Ahorn Seehotel in Templin untergebracht.

Bevor ich jetzt zur Tourbeschreibung komme möchte ich kurz erklären so eine Tour zustande kommt. Die Touren und die Strecke sowie wichtige Sehenswürdigkeiten werden mir vom Auftraggeber (Hotel, Reiseveranstalter, Busunternehmen) in groben Zügen vorgegeben. Im Rahmen der Vorgaben plane ich dann die Touren. Sehr wichtig ist die Zeitplanung (Fahrzeit, Zeit für Sehenswürdigkeiten oder Besichtigungen, freie Zeit für die Gäste). Auch die Auswahl der Fahrstrecke für den Bus ist wichtig. Wo sind die Busparkplätze, gibt es Strecken die gesperrt sind, die Höhe des Busses bei Brücken usw. Sehr wichtig sind auch Toiletten für die Gäste.

Jetzt zur Tour.
Wir fuhren vom Ahorn Seehotel in Templin los. Der erste Stopp erfolgte in Rheinsberg. Hier war ein kleiner Rundgang durch den Schloßpark geplant. Das Schloß selbst wurde nicht besucht. Montags ist es auch geschlossen. Das Schloß und der Park Rheinsberg sind sehr beliebt bei Urlaubern. Errichtet hat es in der heutigen Form Kronprinz Friedrich von Preußen (der spätere Friedrich der Goße). Sein Bruder Prinz Heinrich von Preußen hat vorallem im Park seine Spuren hinterlassen. Sehenswert sind da z.B. der Obelisk und die Grabpyramide in der Prinz Heinrich nach seinem Tode beigesetzt wurde.
Nach dem Tode des prinzen wurde das Schloß kaum noch bewohnt und fiel in Vergessenheit. Theodor Fontane hat es im ersten Band seiner "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" hervorragend beschrieben. 1911 hat Kurt Tucholsky in Rheinsberg mit seiner Freundin und späteren Frau Ilse Weil ein Wochenende in Rheinsberg verbracht und dies literarisch verarbeitet. Die Erzählung "Rheinsberg, ein Bilderbuch für Verliebte" ist weltbekannt. Im Schloß erinnert heute ein Literaturmuseum an Kurt Tucholsky.

Schloß Rheinsberg


Blick auf den Park

Der Obelisk






Leider hat man bei einer Tagestour nicht allzu viel Zeit für den Park. Eine Stunde und dann geht es weiter.
Mehr Informationen zu Eintritt und Öffnungszeiten erhaltet Ihr auf der folgenden Seite:
https://www.spsg.de/schloesser-gaerten/objekt/schloss-rheinsberg/

Entlang der deutschen Alleenstraße geht es über Wesenberg und Mirow nach Röbel/Müritz, der kleinen bunten Hafenstadt an der Müritz. Die sehr gut erhaltene Altstadt mit Rathaus, Marktplatz, Ziegen- und Pferdemarkt, Kirchplatz und auffallend farbigen Fachwerkhäusern lädt zum Bummeln ein. Daneben sind die beiden Kirchen in Röbel St. Marien und St. Nicolai besuchenswert. Wir fuhren direkt zum Schiffsanleger. Mit der Weissen Flotte Müritz GmbH (https://www.weisse-flotte-mueritz.de) fuhren wir über die Müritz nach Waren. Die Fahrt über die Müritz ist äußerst interessant. Der Schiffsführer gibt gute Erläuterungen und auf dem Schiff lann man Getränle und einen kleinen Imbiss zu sich nehmen. Die folgenden Bilder geben einige Eindrücke.

Auf der Müritz unterwegs

Schloßhotel Klink


Ankunft in Waren (Müritz)
Die Fahrt mit dem Schiff von Röbel nach Waren dauert etwa zwei Stunden. Nach der Landung hatten die Gäste genügend freie Zeit um Waren (Müritz) allein zu erkunden. Vor allem in der Warener Altstadt wandelt man auf historischen Spuren, kann zahlreiche und liebevoll im Detail restaurierte Fachwerkhäuser ebenso bestaunen wie die beiden Kirchen St. Marien und St. Georgen, das Alte Rathaus und das Neue Rathaus am Neuen Markt. Viele kleine Geschäfte, Boutiquen, Cafés und Restaurants laden zum Einkaufen, Verweilen und Genießen ein.

Blick vom Turm der Kirche St. Marien auf die Stadt und die Müritz


 Danach ging es über Neustrelitz wieder zurück nach Templin.

Dienstag, 25.06.2019

Heute machten wir einen Ausflug in die nähere Umgebung von Templin. Wir fuhren von Templin aus nach Feldberg. Als erstes mache ich immer einen kleinen Stopp am Reiherberg, direkt am Haussee. Der Fussweg vom Parkplatz zum Ziel beträgt etwa 500 m. Meine Gäste fragen sich oft was das soll. Hier gibt es doch nichts zu sehen. Aber wenn wir am Ziel ankommen, sind sie erst einmal sprachlos wegen dem Ausblick.

Blick vom Reiherberg auf den Haussee und Feldberg
Hier gab es einige Erklärungen zur Enststehung der Landschaft. Danach ging es zurück zum Bus und wir fuhren nach Feldberg um am Haus des Gastes einen Stopp einzulegen. Weiter ging es durch die die wunderschöne Landschaft nach Prenzlau, wo nach nach einer kurzen Stadtrundfahrt einen weiteren Zwischenhalt einlegten. Zum Abschluss des Tages fuhren wir nach Boitzenburg. Bei einem Rundgang um das Schloß erfuhren meine Gäste wieder viel Interessantes über die Enststehung und die heutige Nutzung des Schlosses. Den Abschluss bildete ein Besuch des Marstalls Boitzenburg mit seiner Schokoladenmanufaktur, der Schaubäckerei, der Brauerei, der Kaffeerösterei und der Eismanufaktur. Bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen kann man auch als Reiseleiter etwas entspannen.

Kaffeegedeck im Marstall
Mehr Informationen unter
http://www.marstall-boitzenburg.de

Danach ging es entspannt nach Templin zurück.
Den kommenden Tag hatten die Gäste zur freien Verfügung und meine Dienste wurden nicht benötigt.

Donnerstag, 27.06.2019

Die heutige Tour war eine relativ kurze mit nur wenig Fahrzeit im Bus. Zuerst fuhren wir nach Alt Placht und besichtigten das Kirchlein im Grünen. Die etwa um 1700 errichtete Fachwerkkirche war in den 80er Jahren von Verfall und Abriss bedroht. In den Jahren nach 1990 wurde mit der Restaurierung der kirche begonnen. Heute erstahlt sie wieder im alten Glanz. Das Zusammenspiel der Kirche mit der Natur (500 Jahre alte Linden) verleiht ihr einen besonderen Charme.
http://www.kirchlein-im-grünen.de/

Kirchlein im Grünen Alt Placht
Danach fuhren wir nach Lychen wo ich etwas zur Geschichte der Heilstätten und zur Flößerei erzählte. Den Abschluss bildete der Besuch Himmelpforts mit der Weihnachtsmannstube und der Chocolaterie Himmelpfort.
Die Chocolaterie produziert erlesene Schokoladen und hübsch anzusehende Schokoladenhohlkörper. Dazu kommen viele feine Pralinen und andere Leckereien, nach klassisch überlieferten, oder nach selbst entwickelten Rezepturen, und das alles in traditioneller Handwerkskunst.
Mehr dazu unter
http://himmelpforter-chocolaterie.de/

Chocolaterie Himmelpfort und Café Hasenehide
Verkaufsraum

Im Café Hasenheide, welches sich auch im Gebäude befindet konnten die Gäste bei Kaffee und Kuchen die interessanten tage ausklingen lassen. Herr Neugenauer und sein junges Team haben alles getan, um unsere Truppe zufriedenzustellen.

Für viele meiner Gäste war dieser Tag eine Reise in die Vergangenheit. Etliche haben mir erzählt, das sie vor vielen Jahren in dieser Region schon einmal ihren Urlaub verbracht haben.

Mit der Rückkehr nach Templin endete auch dieser tag und meine Tätigkeit als Reiseleiter für diese Gruppe.

Sonntag, 23. Juni 2019

Reiseleitung vom 17.-20.06.19


In dieser Woche durfte ich einer Gruppe der Büchergilde Gutenberg meine Heimat vorstellen.
Organisiert wurde die Tour  von Ruth Rick-Walther, Inhaberin von Terra Allegra, einem Reiseveranstalter.

Montag 

Heute zeigte ich während einer Tagesfahrt durch die Uckermark und Schorfheide meine nähere Heimat. Höhepunkte der Tour waren der Besuch des Klosters Chorin. Bei einem Rundgang durch das ehemalige Zisterzienserkloster bekamen die Gäste einen Eindruck von der eindrucksvollen Architektur. Das Kloster wurde in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichtet.

Blick auf das Kloster Chorin

Die Westpforte des Klosters

Neben den einzelnen Räumen, wie der Konversenküche, dem Brüdersaal, dem Fürstensaal und der mächtigen Klosterkirche ist vorallem die Westpforte beeindruckend.
bei dem Rundgang konnten sich die Gäste einen schönen Eindruck vom Leben der Mönche im Mittelalter verschaffen.
Besuchenswert sind auch die Veranstaltungen, die im Kloster stattfinden wie z.B. der Choriner Opernsommer und der Choriner Musiksommer.
Nähere Informationen erhaltet Ihr auf der Webseite des Klosters Chorin:
https://www.kloster-chorin.org/

Der zweite Höhepunkt des Tages war der Besuch des Schiffshebewerkes Niederfinow. Seit 85 Jahren tut es seinen Dienst und wird auch noch ein paar Jahre in Betrieb sein. Dieses technische Denkmal ist ein tolles Beispiel der Ingenieurskunst. im kommenden Jahr soll der Nachfolger in Betrieb gehen.


Blick in den Trog des Hebewerkes

Das alte (links) und das neue (rechts) Schiffshebewerk in Niederfinow




Wer die Gastronomie nutzen möchte dem kann ich das Gasthaus Nieder-Oderbruch direkt am Schiffshebewerk empfehlen.
http://www.gasthaus-schiffshebewerk.de/gasthaus-nieder-oderbruch

Mit der Rückfahrt ins Hotel über Angermünde ging dieser Tag zu Ende.

Dienstag

Dieser Tag war am Vormittag der Familie von Arnim und dem Schloss Boitzenburg gewidmet.
Während eines Rundganges durch einen Teil des Parks und um das Schloss konnten die Gäste von mir viele interessante Geschichten und Informationen zur Geschichte des Schlosses und der Familie von Arnim erfahren.

Ansicht des Schlosses Boitzenburg


Das Mittagessen nahmen wir bei einer echten Gräfin ein. Gräfin Daisy von Arnim ist als "Apfelgräfin" weit über die Uckermark hinaus bekannt. Ein Besuch ihres Hauses Lichtenhain ist äußerst empfehlenswert. Neben leckeren Kuchen kann man im Hofladen sehr gute Produkte rund um den Apfel erwerben.
Begrüßung
Angebotspalette


Das Apfelcafé

 Frau von Arnim ist eine sehr sympathische Persönlichkeit, die sehr gut auf ihre Gäste eingeht und für jeden ein nettes Wort parat hat.

Der Reiseleiter zu Gast bei Frau von Arnim im Haus Lichtenhain
Mehr Informationen zum Haus Lichtenhain findet Ihr auf der Homepage des Hauses:
https://haus-lichtenhain.de/
http://www.die-apfelgraefin.de/

Am Nachmittag fuhren wir nach Lychen, wo die Gruppe bei der Firma Treibholz eine erholsame Flossfahrt auf den Lychener Seen unternahm.

Mittwoch

Der heutige Vormittag stand ganz im Zeichen des Schriftstellers Hans Fallada. wir fuhren nach Carwitz in die Feldberger Seenlandschaft, wo der Schriftsteller 1933 direkt am See ein Haus kaufte und bis 1944 auch in diesem lebte. Das Haus wird heute als Museum und für Veranstaltungen von der Hans-Fallada-Gesellschaft e.V. betrieben.

Das Anwesen
Haus
Arbeitszimmer des Dichters
Ich möchte mich beim Leiter des Museums Dr. phil. Stefan Knüppel für die wunderbare Führung mit Lesung bedanken. Die hier dargestellten Bilder hat mir die Hans-Fallada-Gesellschaft e.V. als Rechteinhaber zur Verfügung gestellt. Auch dafür bedanke ich mich.

Mehr Informationen unter
https://www.fallada.de/

Am Nachmittag fuhr die Gruppe nach Templin, wo ich während eines Stadtrundganges Interessantes zur Geschichte Templins erzählen konnte. Den Abschluss bildete ein Besuch des Joachimthalschen Gymnasiums und des Lehmanngartens.

Donnerstag

Heute war der letzte Tag der Büchergilde Gutenberg in der Uckermark. Mein Part war, den Gästen während eines Rundganges die Stadt Prenzlau, die Hauptstadt der Uckermark, näher zu bringen.
Prenzlau ist eine schöne Stadt, direkt am Nordufer des Unteruckersees gelegen. Highlights sind u.a. die mächtige Marienkirche mit ihren zwei Türmen und das Dominikanerkloster, beides schöne Beispiele von Bauwerken aus der Zeit der norddeutschen Backsteingotik.

Der Vier Türme Blick in Prenzlau

Westseite der Marienkirche

Ostgiebel der Marienkirche

Die Teilnehmer reisten ab Mittag zurück in ihre Heimatorte. Für mich waren es vier interessante Tage. Ich habe die Mitglieder der Büchergilde Gutenberg als nette und interessierte Menschen kennengelernt.






Freitag, 14. Juni 2019

Teamwork in der Familie

Der Beruf als Reiseleiter ist sehr zeitaufwendig. Bustouren an Wochenenden, Feiertagen und in der Zeit wo andere Urlaub machen ist die Regel.
Ohne die vollständige Unterstützung durch die Familie ist dies nicht machbar.
Meine Frau unterstützt ich bei den Touren und ist an manchen Wochenenden auch selber als Reiseleiterin unterwegs.

Als Team passen wir super zusammen.



Herzlich Willkommen auf meinem Reiseleiterblog

"Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele: Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Drum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist´s! Reise, reise!" 
(Wilhelm Busch)




Ich bin beruflich als Reiseleiter und Wanderführer tätig. Ich begleite Busgruppen und organisere Wanderungen, Firmen- und Vereinsausflüge und unterstütze bei der Planung von Gruppenreisen in den Nordosten Deutschlands.
In diesem Blog lasse ich Euch an meinen Touren teilhaben. Ich möchte Euch Anregungen für Ausflüge und Urlaubstipps geben und dabei die von mir bereisten Regionen näher vorstellen. Dabei werde ich Euch Sehenswürdigkeiten, Museen, Hotels und Gaststätten vorstellen.

Zur Zeit arbeite ich vorwiegend in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Zu meinen bevorzugten Reisegebieten gehört u.a.

- Uckermark/Schorfheide
- Ruppiner Land
- Havelland
- Mecklenburgische Seenplatte
- Inseln Usedom und Rügen

Weitere Regionen werden in Kürze noch dazu kommen.

Wenn Ihr mehr über meine Tätigkeiten erfahren möchtet schaut doch mal auf meine Homepage.


Anfragen, Wünsche oder Vorschläge könnt Ihr gern an die folgende Mailadresse senden.